JOHANNES LIENH

ART

Kirchenmusiker - Organist - Dirigent - Komponist

SAMSON UND DELILA

Stummfilm mit Orgelimprovisation


Freitag, 16.02.24, 19:30 Uhr

Kirche Westerode


Die Opernsängerin Julia Sorel wird vom Großfürsten Andrej aufdringlich bewundert. Bevor sie an der Mailänder Scala als »Delila« auftreten soll, hört sich Julia den Vortrag eines Rabbiners über die biblische Geschichte von Samson und Delila an und erlebt nun, nachdem Julia mit den Proben des Stücks beginnt, Ähnliches auf privater Ebene. Korda trennte sich 1922 von der Sascha und gründete mit seiner Frau die Corda-Film. Um das ambitionierte Projekt SAMSON UND DELILA finanziell zu tragen, tat sich Korda mit der Vita-Film des Ungarn Szücs zusammen. Biblische Themen waren Anfang der 1920er-Jahre en vouge und Kordas Vorbild war diesbezüglich D. W. Griffiths INTOLERANCE, was anhand der riesigen Set-Aufbauten deutlich zu erkennen ist. Doch Korda steuerte auf ein finanzielles Fiasko zu, überzog den Drehplan um Wochen, und der Film kostete am Ende über zwölf Millionen Kronen. In Kordas Vita war SAMSON UND DELILA der letzte Film, den er in Österreich realisierte.


Eintritt Erwachsene 10€, Kinder 5€.

Herzliche Einladung!

C H R I S T U S

Stummfilm mit Chor und Orgelimprovisation


Samstag, 02.03.24, 19:00 Uhr

Katholische Kirche St. Otmar, St. Gallen


Chor zu St. Otmar | Chorwerke

Johannes Lienhart | Orgel und Leitung


Schon den ersten Filmemachern war bewusst, dass bewegte Bilder erst durch Begleitmusik ihre volle Wirkung entfalten. Wie sich nun der italienische Regisseur Giulio Antamoro die musikalische Untermalung seines Christus-Films vorgestellt haben mag, ist nicht überliefert. Bestimmt hätte er aber seine Freude an dieser ungewöhnlichen Form: Der Chor zu St. Otmar vertont im Wechsel zu Orgelimprovisationen den Film. Dabei erklingen Werke von J.S. Bach oder G.F. Händel, die programmatisch Stimmungen und Ereignisse der Bildkunst darstellen. Meist wird ein Stummfilm entweder vollständig improvisiert vertont oder auskomponiert begleitet. Diese Variante jedoch ist weit und breit einmalig!


Das Besondere bei dieser Art von Konzert ist nicht nur der Genuss für Augen und Ohren, sondern auch der zeitliche Ablauf: Die Handlung im Film fährt beständig fort, sodass die Musizierenden gleichzeitig in Echtzeit mitfiebern und die Musik elektrisierend gestalten.

 

Der Film aus dem Jahr 1916 stellt eindrücklich Jesu überliefertes Leben, Tod und Auferstehung dar. Durch die aufgrund der damaligen Technik weitestgehend fehlenden Dialoge ist Platz für unheimlich viel Handlung, was sich in der Fülle der gezeigten Episoden des Wirkens Christi widerspiegelt. Eine Besonderheit gerade für die Zeit seiner Entstehung sind die Filmschauplätze: So wurde ein Grossteil der Aufnahmen an Originalschauplätzen in Palästina und Ägypten gedreht, was mit einem beträchtlichen finanziellen und logistischen Aufwand verbunden war. Dazu trug auch die sehr grosse Zahl an benötigten Statisten und Komparsen bei. Historisch nimmt der Film eine wichtige Rolle ein; so ist er der erste Christusfilm in voller Spielfilmlänge von etwa 90 Minuten.

 

Der Zeitpunkt der Aufführung ist bewusst gewählt: So lädt die Betrachtung des Jesusfilmes gerade in der Fastenzeit dazu ein, sich auf die zentralen Ereignisse des Glaubens zu besinnen. Mit der Beschäftigung damit kann man Jesus bereits ein kleines bisschen mehr Raum im eigenen Leben geben, wozu wir ganz besonders in der Fastenzeit aufgerufen sind. In dieser Weise ist das Konzert nicht nur als kurzfristige Freude gemeint, sondern ebenso als Anregung für das eigene spirituelle Leben!

 

Der Eintritt ist frei, Spenden sind erbeten.